Jahr 2026
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Tipp des Monats - Iida Turpeinen: Das Wesen des Lebens
/ Iida Turpeinen ; aus dem Finnischen von Maximilian Murmann. - Frankfurt am Main : S. Fischer, 2024. - 315 Seiten ; 21 cm
Der Roman der promovierten Naturwissenschaftlerin gilt als das erfolgreichste finnische Debut aller Zeiten. Seine Hauptfigur: die ausgestorbene Stellersche Seekuh. Von ihrer Entdeckung 1741 bis zu ihrer Ausrottung durch den Menschen 1768 vergingen nur 27 Jahre.
Ein Roman, der drei Jahrhunderte Wissenschafts- und Naturgeschichte umfasst und das ambivalente Verhältnis des Menschen zur Natur vertieft. Erstaunlich ist die literarische Zusammenführung von historisch belegten Begebenheiten (die letzte große Nordische Expedition unter Bering z.B.), die liebevolle Zeichnung historischer Persönlichkeiten und die Poetisierung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Die Fülle an wissenschaftlichen Informationen wird durch einen fesselnd erzählten Plot gut ausbalanciert, sodass ein interessantes Spannungsverhältnis entsteht, in dem die Neugierde der LeserInnen immer wieder neu entfacht wird und zu eigenen Recherchen einlädt.
Für alle empfohlen, die einen Blick auf das große Ganze werfen wollen. Auf das umfassende Wechselspiel von Mensch und Natur, auf das Werden und Vergehen verschiedener Arten im Zyklus des Lebens und unter dem Einfluss menschlicher Handlungen.
Eine nicht ganz leichte, aber umso bereichernde Lektüre, die die LeserInnen dieses außergewöhnlichen Werks mit anderen Augen in die Welt blicken lassen.
Empholen von Herrn Strzoda / Zentralbibliothek.
Standort:
Zentralbibliothek, Stadtteilbibliothek Nord
Historisches
R 11
Turp

